Sanierung Wasserversorgung

Marinestützpunkt Wilhelmshaven, Neubau Trink- und Löschwasserversorgung

  • Sanierung vorhandenes Trinkwassernetz für die Nutzung zur Löschwasserversorgung
  • vollständige Neutrassierung Trinkwassernetz
  • Neubau der Wasserversorgungseinrichtungen in Schwimmbrücken (Pontons)
  • Hydrodynamische Dimensionierung der Versorgungsnetze mittels Stanet einschl. Bedarfsermittlungen
  • Neubau der Hauptversorgungsanschluss D300 einschl. Übergabeschacht mit Zähler
  • Neubau Löschwassertrennstation für die Einspeisung in das Löschwassernetz
  • Berücksichtigung der Anforderungen für die Löschwasserversorgung (u.a. POL-Bereich)
  • Berücksichtigung der Schiffsbetankung (40m³/h) an den Kajen und Schwimmbrücken (Pontons)
  • Bauen im hoch verdichteten Bestand
  • Erneuerung Hausanschlussgruppen (Trinkwasserzähler)

Ziel der Maßnahme ist die vollständige und zukunftssichere Instandsetzung und Neuordnung der Wasserversorgung des Marinestützpunktes.

Auf Grundlage einer in 2010 durchgeführten Bestands- und Zustandserfassung für das Wasserversorgungsnetz wurde zunächst ein Gesamtkonzept für die Sanierung und Erneuerung der Wasserversorgung einschl. der Berücksichtigung der Versorgung im Bereich der Maßnahmen West- und Norderweiterung des Stützpunktes erstellt.

Das bestehende Rohrleitungsnetz wird nach der Sanierung zukünftig ausschließlich zur Löschwasserversorgung genutzt, während für die Trinkwasserversorgung ein bis in die Gebäude hinein vollständig neues Netz dimensioniert und erstellt wird.

Die gesamte Liegenschaft ist als Kampfmittel- und Kontaminationsverdachtsfläche eingestuft. Aufgrund vielfacher Kampfmittelfunde muss sämtlicher Bodenaushub auf der Liegenschaft verbleiben. Für sämtliche Erdaushubarbeiten erfolgt eine sicherheitstechnische Begleitung, es dürfen ausschließlich Baugeräte mit besonderer Schutzausrüstung (Panzerglas) zum Einsatz kommen. Während der Aushubarbeiten darf sich kein Personal in der Baugrube und den Gräben aufhalten.

Der Bodenaushub ist maschinell zu separieren (Siebung) und darf nur nach Kampfmittelfreigabe wieder eingebaut und verdichtet werden. Für die Siebung des Aushubmaterials wurde im Bereich der Liegenschaft ein Bodenlager mit einer Siebanlage eingerichtet. Für Betrieb des Bodenlagers und die Organisation der Maßnahmen erfolgt ein umfangreiches Bodenmanagement.